25 Jahre elektronische Post in Deutschland 

Mit einem Rechtschreibfehler setzte das Zeitalter der digitalen Kommunikation in Deutschland vor einem Vierteljahrhundert ein. Am 3. August 1984 um 10:14 Uhr erreichte die erste E-Mail einen deutschen Rechner mit dem Betreff "Wilkommen in CSNET". Die Informatiker vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) hießen die deutschen Kollegen der Informatikabteilung an der Universität Karlsruhe in dem rein wissenschaftlich ausgerichteten Computernetzwerk CSNET willkommen. Das teilt der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) mit.

Damals glaubte die deusche Bundespost noch, sich im Zeitalter der Vernetzung mit dem kostenpflichtigen Bildschirmtext Btx durchsetzen zu können. Doch in den folgenden Jahren setzte der Siegeszug der E-Mail ein und trug wesentlich zur Verbreitung des kommerziellen Internets bei.

Heute verschicken rund 60 Prozent aller Deutschen über 14 Jahre private Mails, das sind knapp 43 Millionen Bundesbürger. Sie hat die Kommunikation vereinfacht und schneller gemacht. Nach einer Umfrage des BITKOM sagen 88 Prozent der Nutzer, dass die E-Mail ihre Lebensqualität erhöht habe. Dabei beeinflussen Bildungsgrad, Alter und Geschlecht die E-Mail-Nutzung. Männer und Jüngere verschicken mehr Post per Internet als Frauen und Ältere. Aber auch gut Ausgebildetete nutzen den Dienst häufiger.

Mittlerweile hat sich die E-Mail zu einem elektronischen "Paketzusteller" gemausert. Texte, Fotos und Filme werden als Anhang mit der E-Mail verschickt. Doch mit der Flut der E-Mails werden auch unerwünschte Spam-Mails und Viren verschickt. Nach Expertenmeinung sind 90 Prozent aller verschickten E-Mails Spamnachrichten.