Bundesnetzagentur genehmigt Briefporti 2007 

Inlandsbriefe werden nächstes Jahr nicht teurer. Die Deutsche Post AG (DPAG) hatte keine Preiserhöhungen beantragt, wurde aber auch nicht zu weiteren Kürzungen verpflichtet. Wie die Bundesnetzagentur mitteilte, gab es sogar einen Spielraum um 0,2 Prozent nach oben, den die DPAG aber nicht ausschöpfen wollte.

Die Portopreise für Briefsendungen mit einem Gewicht bis 1.000 g werden anhand des Price-Cap-Verfahrens genehmigt. Bei diesem Verfahren werden die genehmigungspflichtigen Briefdienstleistungen zunächst in drei "Körbe" eingeteilt und nach ihrem Aufkommen gewichtet. Die Durchschnittspreise dieser Körbe werden dann als Grundlage für die Preisfestsetzung verwendet. Korb M enthält Postdienstleistungen im Monopol, Korb W Postdienstleistungen im Wettbewerbsumfeld und Korb T Postalische Teilleistungen. Die Preisänderung wird dabei im Wesentlichen durch die Inflationsrate und die Produktivitätsfortschrittsrate bestimmt.

Die angewandte Price-Cap-Formel wurde im Jahr 2002 festgelegt und gilt bis Ende 2007, dem Ende des Briefmonopols der DPAG. Die größte Preisabsenkung von 4,7 Prozent bei den Monopolprodukten erfolgte am Anfang der Price-Cap-Periode im Jahr 2003. Die heutige Genehmigung ist bis zum 31. Dezember 2007 befristet.