Die Deutsche Post hat einen Großauftrag von der Bundesagentur für Arbeit (BA) erhalten. Das Bonner Unternehmen soll die Tagespost und die Bestandsakten der Arbeitsagenturen digitalisieren. Nach Angaben der Deutschen Post müssen täglich 700.000 Blatt Papier in die elektronische Form überführt werden.
Größtes Digitalisierungsprojekt Europas
Bei der Post spricht man vom bisher größten europäischen Digitalisierungsprojekt. Dieses will die Post mit Hilfe ihrer auf Dokumentenmanagement spezialisierten Tochter Williams Lea realisieren. Schrittweise sollen Tagespost und Bestandsakten bei den 176 Arbeitsagenturen abgeholt, eingescannt und den Ämtern wieder digital zur Verfügung gestellt werden.
Datenschutz soll gewahrt bleiben
Um das in einer angemessenen Zeit zu schaffen, setzt die Deutsche Post Hochleistungsscanner ein. Gleichwohl soll der Datenschutz dabei nicht leiden. Die Post verspricht, dass alle Daten sicher transportiert werden und geheim bleiben.
Jeden Tag erhält die Bundesagentur für Arbeit über 260.000 Postsendungen - beispielsweise mit Anträgen auf Arbeitslosengeld - die rund 700.000 Blatt Papier umfassen. Hinzu kommt eine große Anzahl von Bestandsakten, die bis zu 300 Millionen Seiten ausmachen. In einem umfangreichen Gesamtprojekt plant die BA die agenturweite Einführung der elektronischen Akte. Daten, Informationen und Dokumente sollen so zwischen den Verwaltungseinheiten und ihren Kunden schneller ausgetauscht werden.