Deutsche Postboten nach Dänemark 

Die Deutsche Post hat mit rund 90.000 Postboten einige zuviel und will daher Personal abbauen. Hierzu unterbreitet das Unternehmen einigen seiner Mitarbeiter das Angebot, in Zukunft für die dänische Post Briefe auszutragen. Zahlreiche Zusteller mit unbefristeten Arbeitsverträgen sowie Beamte der Deutschen Post erhielten einen Brief von ihrem Arbeitgeber. Mit dem Schreiben wurde den Betroffenen ein freiwilliges Angebot vom Bonner Konzern unterbreitet, in Dänemark eine Arbeitsstelle anzunehmen. Im Gegensatz zur Deutschen Post hat die dänische Post zu wenig Arbeitskräfte.

Ein Jahresgehalt von 29.000 Euro brutto, extra bezahlte Überstunden sowie 6.000 Euro Umzugshilfe und ein Intensivsprachkurs inklusive; das Angebot gilt zunächst für zwei Jahre. Die Tageszeitung DIE WELT berichtet, dass gezielt "interessierte leistungsstarke Beamte und Arbeitnehmer des einfachen Diensts angesprochen" sind. Diese könnten bereits nach vierwöchigem Intensivsprachkurs in zweier bis fünfer Gruppen in Dänemark zusammenarbeiten und sich gegenseitig unterstützen.

Trotz des unbefristeten Vertrages der dänischen Post können die deutschen Postler ohne negative Folgen innerhalb von zwei Jahren nach Deutschland zurückkehren. Erst bei einer Abwesenheit über die zwei Jahre hinaus würde ihre Beamten- oder Angestelltenposition in Deutschland entfallen.