Im Rahmen der Liberalisierung der Briefmärkte steht auch der deutsche Markt für Direct Marketing vor dem Umbruch. "Die Aufhebung des Briefmonopols wird die Branche kräftig durcheinander wirbeln", so Bernd Rose, Vorstandsvorsitzender des Druckkonzerns Schlott. Die mit 2008 angekündigte vollständige Liberalisierung des Postsektors, wird den Konkurrenzkampf neu entfachen und beleben, berichtet er der Tageszeitung DIE WELT.
Das Direct Marketing umfasst den gesamten Bereich der Kommunikation zwischen Unternehmen und Kunden, meist via Brief. Auch als Direct Mail bezeichnet, werden Briefe in Form einer adressierten, schriftlichen Werbebotschaft, Informationsmaterial und teils einem beigefügten Antwortumschlag versandt. Besonders Verlagshäuser, Handelsketten, Telekommunikationsfirmen oder Banken nutzen die Dienstleistung als Marketinginstrument.
Die Deutsche Post AG hat bereits ihren Einstieg in dieses Segment angekündigt. Bislang erledigt der Logistikkonzern nur das Sortieren und Verteilen der Mailings. Künftig sollen auch die Vorstufen, also das Konzipieren, Schreiben, Adressieren und Eintüten der Briefe, angeboten werden. Post-Konkurrenten wie TNT oder PIN stellen sich bereits auf die neue Marktlage ein und ihre Strukturen um.