UNI-Europa Post protestiert gegen die vollständige Öffnung der Postmärkte. Der europäische Dachverband für Postgewerkschaften, der EU-weit über 1 Million Postbeschäftigte in Postgewerkschaften vertritt, hat seine Mitglieder aufgerufen, am 11. Dezember gegen die Pläne der EU-Kommission zu demonstrieren. Das teilte er jetzt in einer Pressemitteilung mit.
Bereits im Oktober hatte UNI-Europa Post ein Positionspapier zu den Liberalisierungsplänen des Binnenmarktkommissars McCreevy veröffentlicht. Darin wurde vor allem kritisiert, die EU-Kommission habe kein schlüssiges Konzept vorzuweisen, wie nach dem Fall der Briefmonopole der Universaldienst gewährleistet werden solle. Auch den Arbeitsplatzabbau, der mit der Liberalisierung einhergeht, wollen die Gewerkschaften nicht hinnehmen.
Das Positionspapier von UNI-Europa Post sollen die Mitglieder jetzt den für Postdienste zuständigen Ministerien und den finnischen Botschaften in ihren Ländern überreichen, um für die Interessen der Postbeschäftigten in ganz Europa zu demonstrieren. Finnland hat zur Zeit den EU-Ratsvorsitz inne. "Die Postgewerkschaften werden gemeinsam versuchen, die Regierungen und das Europäische Parlament davon zu überzeugen, dass die Liberalisierungsvorschläge der Kommission zu weit gehen", erklärte sich John Pedersen von UNI-Europa Post kampfbereit.