Nicht alle Möglichkeiten des Postmarkts genutzt 

Geschäftskunden schöpfen noch nicht alle Möglichkeiten aus, die ihnen der Wettbewerb im Postmarkt bietet. Obwohl mehr als die Hälfte von ihnen bereits Erfahrungen mit Wettbewerbern der Deutschen Post DHL gesammelt hat. Das ist das Ergebnis einer von der Bundesnetzagentur veröffentlichten Studie zur Nachfrage nach Postdienstleistungen durch Geschäftskunden.

Ein weiteres Ergebnis der Studie ist, dass in den befragten Unternehmen mehr als 80 Prozent der Ausgaben für Briefsendungen auf Geschäftsbriefe, wie z. B. Rechnungen, anfallen. Die restlichen Ausgaben verteilen sich auf adressierte Werbesendungen, Kataloge und Pressesendungen. "Mehr als 60 Prozent der befragten Unternehmen verschicken den überwiegenden Teil ihrer Briefsendungen überregional und bundesweit; nur knapp 30 Prozent versenden vorrangig regional adressierte Briefe", erklärte der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth.

Zudem zeigt die Untersuchung, dass der elektronische Datenaustausch (z. B. über E-Mail) zwischen Unternehmen zugenommen hat. Die Mehrheit der Befragten erwartet auch in Zukunft einen Anstieg dieser Versandform. Die Unternehmen begründen dies mit Kosteneinsparungen und Schnelligkeit.

Vor allem Qualitätskriterien wie Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit und unbeschädigte Zustellung stellen die Unternehmen bei der Wahl ihres Briefdienstleisters in den Vordergrund. Mit den bisher beauftragten Postdienstleistern sei der weit überwiegende Teil der Befragten durchaus zufrieden.