Die Deutsche Post DHL spart und macht gleichzeitig Milliardengewinne im Briefgeschäft. Das wirft die Tageszeitung "Die Welt" dem Konzern vor. Wie die Zeitung berichtet, rechnet die Post für 2009 mit einem Gewinn von 1,38 Milliarden Euro vor Steuern. Das entspreche einer Umsatzrendite von 12 Prozent und einem Rückgang um 300 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr. Das entspreche aber nicht einem Rückgang um 25 Prozent, mit dem Brief-Vorstand Jürgen Gerdes den gegenwärtigen Sparkurs der Post begründet, heißt es in dem Artikel. Als Quelle werden Zahlen genannt, die der Post-Aufsichtsrat erhalten hat.
Gerdes verlangt von den Briefträgern mehr Arbeit zum gleichen Lohn. In den Sommermonaten schließt die Deutsche Post sonntags einen Teil der Briefzentren und schickt montags weniger Briefträger auf Tour. Dies soll zunächst versuchsweise bis August so bleiben. Derzeit verhandeln Vorstand und Gewerkschaften über mögliche Einsparungen im Briefdienst der Deutschen Post.