Post–Wettbewerb schafft zusätzliche Arbeitsplätze 

Die im Aktionsforum "Mehr Farbe im Postmarkt" zusammengeschlossenen Konkurrenten der Deutschen Post AG haben deren Vorstandsvorsitzenden, Dr. Klaus Zumwinkel, scharf widersprochen. Dieser hatte behauptet, wegen des Widerstandes auf EU-Ebene würde das Ende des Briefmonopols in Deutschland sich negativ auf den Wirtschaftsstandort Deutschland auswirken.

"Die Deutsche Post AG schürt bewusst Ängste, um Politik und Verbraucher zu verunsichern. Die Intention ist klar: Sie fordert somit durch die Hintertür eine erneute Verlängerung ihres milliardenschweren Briefmonopols“, erklärte der Sprecher von "Mehr Farbe im Postmarkt", Dr. Bernd Jäger. Er berief sich auf die Untersuchungen der Europäischen Kommission, der Bundesnetzagentur und der Monopolkommission, die gezeigt hätten, "dass eine Öffnung des deutschen Briefmarktes positive Auswirkungen auf die Volkswirtschaft haben wird.“

Die neuen Postdienstleister haben in den vergangenen Jahren rund 40.000 neue Arbeitsplätze geschaffen, obwohl sie bislang nur in Teilbereichen tätig sein dürfen. Jäger betonte, wenn Deutschland zusammen mit den nordischen Ländern, Großbritannien und den Niederlanden seinen Postmarkt freigebe, stünden bereits mehr als 60 Prozent des europäischen Briefmarktes im freien Wettbewerb. Die Regierungen dieser Länder haben bereits signalisiert, dass sie am Liberalisierungsfahrplan der EU festhalten wollen.