Nach der Pin AG hat sich auch TNT Post bereit erklärt, die Arbeitsbedingungen in der Branche nach sozialen Mindeststandards zu gestalten. Das berichtet die Financial Times Deutschland. Ver.di zufolge wird von einzelnen Wettbewerbern nur ein Grundlohn von 4 Euro am Tag gezahlt.
Die Deutsche Post AG hat gleichzeitig an die Bundesregierung appelliert, gegen Billiglöhne und Mini-Jobs der neuen Konkurrenz im Briefmarkt vorzugehen. Dazu regte sie die Einführung eines Flächentarifvertrags im Briefmarkt an. Bislang hat die DPAG Haustarifverträge mit Verdi abgeschlossen.
Der Personalvorstand der DPAG, Walter Scheurle, forderte zudem die Bundesnetzagentur auf, bei der Vergabe von Lizenzen an neue Wettbewerber auf die Einhaltung von sozialen Standards zu achten. Auch bei bereits erteilten Genehmigungen für die Briefbeförderung müsse der Regulierer diese durchsetzen. Im Gesetz ist dies so vorgesehen. Die Branche mit rund 200.000 Beschäftigten dürfe nicht in Niedrig- und Armutslöhne abgleiten, so Scheurle weiter.