Privater Postdienstleister im Visier von Verdi 

Der alternative Postdienstleister "Porto sparen im Norden" steht im Mittelpunkt einer Kampagne von Verdi. Die Gewerkschaft prangert vor allem die Arbeitsbedingungen des Unternehmens an. Wie der Bundesverband Deutscher Postdienstleister (BvDP) unter Berufung auf verdi berichtet, soll "Porto sparen im Norden" keinen Stundenlohn zahlen, sondern nach Anzahl der zugestellten Stücke vergüten. Die Entgeltabrechnung geschehe dabei nur nach Mengenschätzungen und nicht nach Stückzahlberechnung.

Nach Informationen von Verdi verweigere die Firma auch die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Bei den Arbeitsplätzen soll es sich zudem fast immer um befristete Stellen handeln. Bei der Gewährung von Urlaub würden die Mindestvorgaben des Bundesurlaubsgesetzes nicht eingehalten, so der Bericht.

Erstmalig in der privaten Briefzustellung Schleswig-Holsteins konnte nun ein Unternehmen einen Betriebsrat wählen. Die Mitarbeiter der Kieler Niederlassung von „Porto sparen im Norden“ machten in einer Betriebsratswahl drei Kollegen zu ihren Sprechern.