Rigider Sparkurs bei der Österreichischen Post 

Nicht nur bei der Deutschen Post ist Sparen angesagt, auch die Kollegen aus Österreich müssen den Gürtel enger schnallen. Wie der ORF berichtet, sei bei der Österreichischen Post zuletzt immer wieder von Jobabbau und Filialschließungen die Rede gewesen. Die Post musste dazu dem Österreichischen Infrastrukturministerium bis gestern einen Bericht über geplante Sparmaßnahmen abgeben.

Dem ORF zufolge stehen bis zu 300 Filialen auf der Kippe, bis zu 70 davon sollen in der Steiermark geschlossen werden. Die Postgewerkschaft rechnet "nur" mit 50 Schließungen in dieser Rehion. Eine offizielle Bestätigung dieser Zahlen seitens der Österreichischen gibt es bislang nicht. In den vergangenen vier Jahren wurden rund 35 Postämter österreichweit geschlossen.

Die Österreichische Post räumt jedoch ein, dass es Reaktionsbedarf gebe. Den Umsatzrückgang, der allein aufgrund der Liberalisierung des Postmarktes zu verzeichnen ist, beziffert ein Post-Sprecher gegenüber dem ORF auf bis zu 30 Prozent.

Neben den Filialschließungen sollen auch Mitarbeiter abgebaut werden. Christian Höllerbauer von der Fraktion Christlicher Gewerkschafter mutmaßt, dass bis 2015 insgesamt 9.000 Arbeitsplätze vorwiegend durch Fremdvergabe der Arbeiten abgebaut werden sollen. Die Post will Details zu den Sparplänen im Verlaufe des Tages bekannt geben.