Die Deutsche Post AG (DPAG) und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di haben vereinbart, die Arbeitszeit der Bundesbeamten der DPAG bei 38,5 Stunden zu belassen. Dies soll zunächst bis Juni 2007 gelten. Eine langfristige Regelung soll nun am Verhandlungstisch erarbeitet werden. Damit sind keine Streiks im Januar mehr zu befürchten, zeigten sich die Verhandlungspartner in Berlin erleichtert.
"Der Arbeitsfriede bei der Post ist wieder hergestellt. Das ist eine gute Nachricht für die Beschäftigten. Ihre Arbeitsplätze sind sicher", sagte der stellvertretende ver.di-Vorsitzende Rolf Büttner. Der Personalvorstand und Arbeitsdirektor der Deutschen Post Walter Scheurle erklärte: "Im Interesse der Kunden und der Mitarbeiter halte ich diese Vereinbarung für einen vernünftigen Weg. Damit besteht auch keine Gefahr mehr, dass im Januar bei der Deutschen Post gestreikt wird."
In den kommenden Monaten soll über eine gemeinsame Lösung der strittigen Arbeitszeitfrage verhandelt werden. Dort sind die Fronten allerdings weiterhin klar. Während ver.di von der 38,5 Stunden-Woche nicht abrücken will, hat die DPAG die 41-Stunden-Woche fest im Blick. Ein weiterer Streitpunkt besteht in der Frage, ob wegen der Arbeitszeitverlängerungen bis zu 5.000 Mitarbeitende entlassen werden könnten. Wie die "einvernehmliche Lösung", die sich Post-Personalvorstand Scheurle erhofft, genau aussehen wird, ist deshalb noch offen.