VZBV kritisiert Schließungspläne der Deutschen Post 

Als inakzeptabel und kundenfeindlich hat der Verbraucherzentralen-Bundesverband (vzbv) die Ankündigungen der Deutschen Post AG zur Ausdünnung ihres Filialnetzes bezeichnet. Solange die Deutsche Post der Universaldienstverpflichtung unterliege, müsse sie allen Bürgerinnen und Bürgern eine qualitativ hochwertige und flächendeckende Versorgung zu bundesweit einheitlichen Preisen bieten, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung.

Wie posttip.de berichtete, hatte der für die Briefbeförderung zuständige Postvorstand Hans Dieter-Petram in einem Mediengespräch angekündigt, die Deutsche Post AG werde spätestens mit dem geplanten Fall des Briefmonopols das Filialnetz vor allem in ländlichen Gebieten deutlich ausdünnen.

"Die aktuelle Ansage der Post zeigt, wie wenig ernst es ihr tatsächlich mit ihren bisherigen Zusicherungen ist", so Patrick von Braunmühl, stellvertretender Vorstand des vzbv. Bisher funktioniert die Grundversorgung auf der Basis einer freiwilligen Selbstverpflichtung der Deutschen Post AG.

Von Braunmühl geht davon aus, dass der Universaldienst auch nach dem Ende des Briefmonopols von der Deutschen Post AG geleistet werden müsse, da sie aller Voraussicht nach marktbeherrschendes Unternehmen im Privatkundenmarkt bleiben werde. Daher rief der vzbv die Mitglieder des Deutschen Bundestages auf, die verfassungsrechtlich verankerte postalische Grundversorgung zur Not auch gegen die Absichten der Deutschen Post AG durchzusetzen.