Trotz der negativen Ökobilanz von Briefpost im Gegensatz zur E-Mail bleiben den Deutschen für die Weihnachtszeit die traditionelle Weihnachtsgrüße heilig. Beim Versenden der Weihnachtspost zeigen sich rund zwei Drittel der Internet-Nutzer weiterhin konservativ und grüßen ihre Liebsten nicht per e-Mail. Allerdings versenden inzwischen rund 40 Prozent der 14-24-Jährigen zumindest auch einen Teil ihrer Festgrüße auf dem elektronischen Weg.
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hatte darauf hingewiesen, dass Briefpost eine schlechtere Ökobilanz gegenüber der E-Mail hat. Die elektronische Post sei nicht nur schneller und kostengünstiger als der traditionelle Brief, sondern auch umweltfreundlicher. Grundlegend fällt die Ökobilanz von E-Mails besser als die von Briefen aus. So müssen Briefe auf Papier und mit Tinte geschrieben werden, die wiederum einen Umschlag benötigen. Weiterhin muss das Schreiben zum Briefkasten oder zur Post gebracht werden, wo es im Briefzentrum sortiert und per Land-, Luft- oder Seeweg dem Empfänger zugestellt wird. Letztendlich wandert der entsorgte Brief in der Müllverbrennung oder ins Altpapier, wo abschließende Entsorgungs- bzw. Recyclingprozesse zusätzlich Strom verbrauchen und Emissionen mit sich bringen.
Wie sehr E-Mails sich in der Ökobilanz positiv auswirken hängt allerdings von den Gewohnheiten der Sender und Empfänger ab. Druckt der Empfänger gewöhnlich seine e-Mails aus, so werden zusätzlich Energie, Papier und Druckertinte verbraucht. Auch lange Laufzeiten des Computers wirken sich negativ auf die Ökobilanz der elektronischen Post aus: Ein täglich zehn Stunden eingeschalteter Rechner kostet jährlich rund 75 Euro Strom, die unter 270 kg Kohlendioxid produziert werden müssen.