Deutsche Post AG ordnet sich neu 

In der Deutschen Post AG wurden die Unternehmenssparten neu geordnet und die Zahl der Vorstandsmitglieder auf acht reduziert. Vor allem betroffen ist das Sorgenkind des Konzerns, die Sparte Express. Man erhoffe sich davon eine straffere Steuerung, Weiterentwicklung und Harmonisierung aller globalen Express-Produkte, heißt es in der entsprechenden Adhoc-Mitteilung der Deutschen Post AG.

Mit der Reform sind die Sparten Brief, Express, Logistik und Finanzdienste nicht mehr nach regionalen Zuständigkeiten geordnet. Luft-, See- und Landspeditionsgeschäfte würden in der Sparte Logistik zusammengefasst, berichtet die Financial Times Deutschland. Das Landverkehrsgeschäft mit einem Umsatz von rund 4 Mrd. Euro hatte bisher zur Sparte Express gehört. Gleichzeitig wird die bisherige Doppelspitze bei Express, in der zwei Vorstände für Europa und Übersee verantwortlich zeichneten, künftig nur noch von Vorstand John Mullen geführt. Peter Kruse, der bisher das Expressgeschäft in Europa verantwortet hatte, übernimmt als Sonderbeauftragter von Post-Chef Klaus Zumwinkel andere Aufgaben im Konzern.

Im Handelsblatt begrüßten mehrere Analysten und Logistik-Experten die Neuausrichtung, auch wenn die Aktie am Freitag an der Börse leicht nachgab. Sie wiesen zudem darauf hin, dass die Veränderungen an der Konzernspitze ein erstes Signal für die Nachfolge von Post-Chef Zumwinkel gäben, dessen Vertrag bis November 2008 läuft. Mit der Neuordnung hätte sich die Position der beiden Vorstände John Mullen und John Allan deutlich gestärkt.