Digitalisierung des Paketversands geht weiter 

Das Ziel des Logistik-Dienstleisters GLS, seine Sendungsverfolgung bis Ende 2008 europaweit reibungslos zu gestalten, ist näher gerückt. Wie der Hardwarehersteller Symbol jetzt mitteilte, hat er bereits Computer und Scannersysteme für GLS in Portugal, Deutschland, Frankreich und Slowenien ausgeliefert.

Der Datenaustausch erfolgt über WLAN-Technik. Sowohl die mobilen und stationären Systeme als auch die GLS-Zustellfahrzeuge werden an das System angeschlossen. In den neuen Scan-Stationen, die fest installiert in Depots und Umschlagplätzen eingesetzt werden, ist das Orts- und Postleitzahlverzeichnis für Gesamteuropa integriert. Die neue Systemsoftware soll neben der bereits zuvor digital erfassten Empfängerunterschrift auch Firmenstempel und Empfängeradressen darstellen und dokumentieren können. Dadurch ist das digitale System wesentlich schneller als die Vorgängersysteme.

Während Versandunternehmen wie GLS ihre europaweite Logistik auf ein einheitliches elektronisches RFID-System umstellen, arbeiten Wissenschaftler am OpenID-Center des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik (IML) in Dortmund bereits an Paketen, die die optimale Route für ihre Zustellung selbst finden können.

Ziel der Forscher ist es, den gesamten Güterverkehr über digitale Technik zu organisieren. Frachtwege und Datennetze sollen verschmelzen, Postpakete und Datenpakete eins werden. Michael ten Hompel, Leiter des IML, nannte in der aktuellen Technology Review die von autonomen Software-Agenten mit RFID-Tags versehenen Pakete ein "Internet der Dinge", in dem "die virtuelle Welt der Daten unmittelbar mit der realen Welt der Dinge verbunden" ist.