DPAG will Brief- und Paketsparte vereinen 

Die Deutsche Post AG (DPAG) will ihre Zustellbereiche Brief und Paket im Inland zusammenlegen und die Verwaltung bündeln. Dafür werden beide Geschäftssparten zu einem einheitlichen Bereich zusammengefasst. Noch offen ist, was aus den Brief- und Sortierzentren im Inland wird. Die bei der Post engagierten Gewerkschaften Ver.di und DPV befürchten einen Stellenabbau als Folge der Neuorganisation. Das berichtet die WELT in ihrer Online-Ausgabe.

Nach Angaben von WELT.de handelt es sich um den größten Umbau seit zehn Jahren. Er sei das Ergebnis einer McKinsey-Beratung und solle vor allem die Lage des defizitären Inlandspaketversandes verbessern. Im Ausland bleibt die Trennung zwischen dem Brief- und Paketgeschäft erhalten. Wird das Vorhaben wie vom DPAG-Management geplant umgesetzt, soll Briefvorstand Hans-Dieter Petram die Leitung des neuen Geschäftsbereiches übernehmen. Eigentlich wollte Petram im November 2007 aus dem Konzern ausscheiden.

Vor allem bei den Sortier- und Verteilzentren soll es Veränderungen geben. Frachtzentren könnten geschlossen oder mit Briefzentren zusammengeführt werden. Briefe und Pakete sollen bei Großkunden gebündelt abgeholt und auch in größeren Städten gemeinsam zugestellt werden. Damit will der Konzern dem Problem begegnen, seit den 90er zu viele und zu große Sortierzentren für Pakete gebaut zu haben. Sie sind auch aufgrund steigender Konkurrenz im Paketversand nicht ausgelastet.

Wie sich der Umbau auf die Mitarbeiter auswirken wird, ist offen. "Wir fürchten dadurch einen weiteren Stellenabbau", sagte Volker Geyer, Chef der Postgewerkschaft DPV. Schon jetzt gebe es bei der Post einen Überhang von 5000 Mitarbeitern. Betriebsbedingte Kündigungen sind bei der Post jedoch bis März 2008 ausgeschlossen. Bis dahin gilt ein Beschäftigungspakt.