Der Paketdienst GLS hat mit dem Paketdienstleister EMS Garantpost nun auch einen Partner in Russland. Mit dem russischen Unternehmen deckt die GLS-Gruppe künftig die Paketdistribution in der Russischen Föderation ab. Garantpost speist im Gegenzug internationale Sendungen in das GLS-Europanetz ein. Wie das Unternehmen mitteilt, wurden die Verträge zur Zusammenarbeit bereits in der vergangenen Woche unterzeichnet.
"Das Engagement europäischer Unternehmen in der Russischen Föderation nimmt zu", begründet Rico Back, CEO General Logistics Systems B.V., die Notwendigkeit der Zusammenarbeit. Durch die Partnerschaft könnten nun auch GLS-Kunden diesen Markt bedienen. In allen wichtigen Wirtschaftszentren Russlands ist die Zustellung am Folgetag möglich, so GLS. Ziele in abgelegenen Regionen erreicht der Partner Garantpost in zwei bis fünf Tagen.
Garantpost hat 25 Prozent Marktanteil in Russland
EMS Garantpost hat seinen Hauptsitz in Moskau und zählt mit einem Marktanteil von 25 Prozent am nationalen russischen Paket- und Expressversand zu den führenden Anbietern des Landes. Mit über 18 Logistikzentren, 68 Depots und angeschlossene regionale Unternehmen erzielt Garantpost eine flächendeckende Versorgung des Landes.
Etwa 90 Prozent aller KEP-Importe nach Russland gehen in die Metropolregionen rund um Moskau und Sankt Petersburg. Dort liefert der Logistik-Dienstleister innerhalb von 24 beziehungsweise 48 Stunden nach Verzollung der Sendungen am Moskauer Flughafen Sheremetjevo. Das dortige Logistikzentrum verfügt nach Angaben des Unternehmens über eine Umschlagkapazität von 10.000 Paketen pro Tag.
Eigener Zoll-Terminal am Flughafen
Mit einem eigenen Zoll-Terminal am Moskauer Flughafen soll die zügige Zollabwicklung aller internationalen Sendungen gewährleistet werden. "Die Zollkompetenz von Garantpost war für uns bei der Entscheidung für die Partnerschaft ein wichtiges Kriterium", sagt Rico Back.