Die Verhandlungen zwischen den Paketdiensten DHL und UPS über eine Zusammenarbeit im für DHL defizitären US-Paketgeschäft sind gescheitert. Wie die Financial Times Deutschland berichtet, seien gesunkene Sendungsvolumina bei DHL der Hauptgrund für das Scheitern der Verhandlungen.
Der US-Paketdienst UPS sollte eigentlich für DHL die Zustellung von Paketen innerhalb der USA übernehmen. Durch die Abgabe der kompletten Paketzustellung sollten Kosten von mehr als 600 Mio. Euro eingespart werden.
Sendungsmengen um 90 Prozent geschrumpft
Ursprünglich verhandelten die beiden Unternehmen über eine Sendungsmenge von rund 1 Million Pakete pro Nacht. Den Löwenanteil an der Sendungsmenge stellen Expresspakete. Da DHL seit Januar keine Expresszustellung in den USA mehr anbietet, sank die Sendungsmenge laut FTD jedoch auf rund 100.000 Pakete pro Nacht. Einer DHL-Sprecherin zufolge sei dieses Volumen für UPS einfach nicht mehr interessant gewesen.
Der FTD zufolge sollen die DHL-Pakete nun mit den Fracht-Fluglinien ABX und Astar transportiert werden. Eine DHL-Sprecherin betonte, dass das Scheitern der Verhandlungen mit UPS "nicht weiter schlimm" sei.