Logistiker sollten in BRIC-Staaten präsent sein 

Logistikdienstleister sollten Kunden zunehmend bei ihren Aktivitäten in den aufstrebenden Märkten durch Dienstleistungen

rund um Transport, Lagerung und Zollabfertigung begleiten. Für Logistikunternehmen kommt daher einer breiten geografischen Abdeckung mit hoher lokaler Präsenz in den Schwellenländern eine besondere Bedeutung zu.



Laut einer Studie von Capgemini gemeinsam mit dem Georgia Institute of Technology, DHL und SAP, nannten 1.430 weltweit befragte Supply Chain-Manager die BRIC-Staaten China, Indien, Russland und Brasilien als Top-Märkte für das künftige Wachstum ihrer Unternehmen. Polen wurde von den befragten Managern ebenfalls genannt.



Die Mehrheit der befragten Manager will bei der Lösung der dabei aufkommenden Logistik-Herausforderung gerne mit ihren bestehenden Dienstleistern kooperieren.

Unternehmen in Westeuropa und Asien geben bereits mit rund 64 Prozent einen größeren Anteil ihres Budgets für externe Logistikdienstleister aus.



Bisher beschränkt sich die Auftragsvergabe (Outscouring) von Logistikdienstleistungen an Dritte vorrangig auf Basisdienstleistungen. Klassische Aufgaben wie Transport, Lagerhaltung oder Zollabfertigung, werden deutlich stärker nachgefragt, als höherwertige Dienstleistungen wie Sendungs-Konsolidierung, produktnahe Mehrwertleistungen oder Rückwärtslogistik.



"Zunächst einmal müssen die Logistikunternehmen ihre Hausaufgaben bei den Basisdienstleistungen machen und hohe Qualität zu akzeptablen Preisen liefern. Die Kür stellen die neuen, höherwertigen Dienstleistungen sowie Innovationen dar. Sie können zum wichtigen Unterscheidungskriterium gegenüber den Commodity-Dienstleistungen werden" so Dr. M. Raab, Leiter der Beratungssparte für die Logistikindustrie bei Capgemini.



Besonderer Wert wird bereits auf gewisse IT-Standards gelegt. Aber nur 1/3 der Manager äußert sich positiv zur IT-Ausstattung ihrer Dienstleister. "Für die Logistikanbieter wird dies zu einem wunden Punkt. Die künftigen Dienstleistungen und die Vernetzung mit Kundensystemen erfordern immer bessere Informationstechnologien. Eine integrierte IT-Plattform wird damit zu einem geschäftskritischen Faktor", so Raab.