Die Deutsche Post will mehr Packstationen aufstellen und dabei künftig mit dem Discounter Aldi zusammenarbeiten. Wie "DER SPIEGEL" berichtet, sollen in den nächsten Wochen und Monaten mehrere hundert Selbstbedienungsstationen für Pakete in ausgewählten Aldi-Filialen aufgestellt werden.
Die zur DHL gehörende Paketsparte der Deutschen Post erhofft sich von der Kooperation mit Aldi eine noch höhere Kunden-Akzeptanz ihrer Paketautomaten, schreibt das Wochenmagazin. In Deutschland gibt es bisher rund eintausend Packstationen.
Kunden können dort Pakete verschicken und nach vorheriger Anmeldung in Empfang nehmen. Die Deutsche Post plant, bis Ende 2009 die Zahl der Paketstationen auf etwa 2.900 zu erhöhen. Gegenwärtig werden pro Woche 40 neue Stationen in Betrieb genommen.
Der Präsident des Bundesverbandes Internationaler Express- und Kurierdienste e. V. (BIEK), Gunnar Uldall, nutzte die Kooperationsankündigung des Tochternunternehmens der Deutschen Post und Aldi, um das Mehrwertsteuerprivileg der Deutschen Post erneut in Frage zu stellen. "Mit diesem Vorhaben verliert die Mehrwertsteuerpräferenz der Deutsche Post AG endgültig ihre Berechtigung. Es ist nicht einzusehen, warum ein Paket in einem Paketshop bei Aldi mehrwertsteuerfrei aufgegeben werden kann, aber ein Paket, das im benachbarten Paketshop eines anderen Postdienstleisters aufgegeben wird, mit 19 Prozent Mehrwertsteuer belastet wird", sagte Uldall. Er forderte die Bundesregierung auf, die geplante Änderung des Mehrwertsteuergesetzes nunmehr zügig auf den Weg zu bringen.