Die Deutsche Post DHL prüft mögliche Unterstützungsmaßnahmen für den Handelskonzern Arcandor. Die Post befürchtet durch die mögliche Pleite des Großkunden einen Einbruch bei den Aufträgen. Laut Frankfurter Rundschau finden intensive Gespräche zwischen der Post und den beiden Arcandor-Töchtern Karstadt und Quelle statt. Die deutsche Post sei trotz Zahlungsunfähigkeit von Arcandor bereit, sich an der Sanierung des Konzerns zu beteiligen. Konkrete Maßnahmen für eine Unterstützung lägen jedoch noch nicht vor.
Die Aufträge des Handelskonzerns sichern bei der Post ungefähr 4000 Arbeitsplätze. Der Großteil dieser Arbeitsplatz ist im Logistikbereich angesiedelt, knapp 1000 Arbeitsplätze finden sich im Paket- und Briefgeschäft. Nach Branchenangaben liegt der Umsatz der Post mit Arcandor über 500 Millionen Euro im Jahr. Eine Pleite von Arcandor würde die Post schwer treffen, da das Unternehmen bereits mit einem Umsatz- und Gewinnrückgang im deutschen Briefgeschäft kämpfe, berichtet die Zeitung.