UPS prüft Einstieg ins europäische Frachtgeschäft 

Der amerikanische Logistikkonzern UPS prüft derzeit einen Einstieg in das Frachtgeschäft in Europa. Dies bestätigte Vorstandsmitglied Kurt Kuehn in einem Interview mit der Financial Times Deutschland (FTD).

Bislang hat sich das Unternehmen in Europa auf das Paket- und Expressgeschäft konzentriert. In den USA hat sich das Unternehmen im Frachtbereich bereits verstärkt. Im vergangenen Jahr übernahm UPS die Spedition Overnite für 1,25 Mrd. US-Dollar. Derzeit bleibt das Frachtgeschäft allerdings noch in puncto Rentabilität hinter den Erwartungen zurück. In der Sparte Supply Chain Solutions verzeichnete das Unternehmen zuletzt einen Verlust von 19 Mio. US-Dollar.

Hieran sind nicht zuletzt die geringeren Margen gegenüber dem Paketgeschäft Schuld. Mittelfristig will UPS im Frachtgeschäft höhere einstellige Margen erreichen, so Kuehn zur FTD. Im Paketgeschäft werden derzeit Renditen von über 15 Prozent erzielt.



Welche konkreten Pläne UPS im europäischen Frachtgeschäft hat, wollte Kuehn allerdings nicht sagen. Nach FTD-Informationen bestehe Interesse an dem schweizer See- und Luftfrachtanbieter Panalpina, was UPS-Mann Kuehn allerdings nicht kommentieren wollte.