Die Aktionäre der Deutschen Post DHL erteilten Vorstand und Aufsichtsrat zwar Entlastung, zeigten sich aber unzufrieden damit, dass der Konzern die Dividende von 90 auf 60 Cent pro Aktie senkte. Das berichtet die Tageszeitung "Die Welt" von der Hauptversammlung des Konzerns, die gestern in Frankfurt am Main stattfand. Zugleich forderten Aktionäre eine Beteiligung an den Gewinnen durch den Verkauf der Postbank.
Marc Tümmler von der Deutschen Vereinigung für Wertpapierbesitz sagte der Zeitung, eine Sonder-Dividende in Höhe von 1,50 Euro sei angemessen. Der Postbank-Verkauf hat der Deutschen Post im ersten Quartal 2009 nach eigenen Angaben einen Gewinn von einer Milliarde Euro beschert. In allen Geschäftsfeldern ging in der Folge der weltweiten Wirtschaftskrise der Gewinn zurück. Die Fonds-Gesellschaft Union Investment forderte auf der Hauptversammlung die Trennung des lukrativen Inlandsgeschäfts vom schwierigeren Auslandsgeschäft.